Simone M. Neumann | Fotografin & Visuelle Kommunikation Berlin

Was sollen Bilder eigentlich können?

Ihr Unternehmen ist nicht austauschbar. Warum sollten es Ihre Bilder sein?
Nicht jedes Thema braucht die gleichen Bilder. Porträt oder Reportage, Arbeitsalltag oder politisches Ereignis: Entscheidend ist, was Sie erzählen – und wen Sie damit erreichen wollen. Denn gute Bilder müssen nicht nur gut aussehen. Sie vermitteln, worum es geht.

Jede Situation verlangt etwas anderes.
Als Vertragsfotografin habe ich für den Deutschen Bundestag über viele Jahre wichtige politische Ereignisse und den parlamentarischen Alltag dokumentiert – mit Gespür für Timing, Diskretion und Protokoll. Für den Deutschen Gewerkschaftsbund entstanden Reportagen nah an Menschen und ihren Arbeitswelten. Für Verbände, Stiftungen und internationale Organisationen begleite ich Veranstaltungen und Konferenzen – darunter seit vielen Jahren das International Transport Forum der OECD.

Zielgruppen, Kanäle und die spätere Nutzung von Bildern kenne ich auch von der anderen Seite.
Aus meiner redaktionellen Arbeit für dpa, picture alliance, laif und Axel Springer weiß ich, wie Bilder ausgewählt, eingesetzt und weitergedacht werden – für den Editorial- oder Corporate-Einsatz. Vom Art Buying und Rechteklärung bis zur Entwicklung visueller Konzepte mit der Art Direction. Beim Tag der Deutschen Einheit habe ich für den Bundesrat die Bildredaktion für das dreitägige Bühnenprogramm übernommen – inklusive Bildregie vor Ort.

Wenn aus einer Idee eine größere Produktion wird, kommen die richtigen Leute dazu.
Für umfangreiche Produktionen und internationale Konferenzen arbeite ich mit einem bewährten Netzwerk aus Fotografie, Video und Producing.

Und eine gute Geschichte hält sich ohnehin selten an ein einziges Format.
Bei 24/7 Media habe ich deshalb Multimedia Storytelling gelernt – das Zusammenspiel von Fotografie, Video und Text. Für Social Media und digitale Kommunikation produziere ich auch redaktionelle Videos: Menschen kommen zu Wort, Inhalte bekommen Raum – und nicht alles muss nach fünf Sekunden schon vorbei sein. Vom Unternehmensporträt über Preisträger:innen bis zum Botschafterempfang. (Arbeitsproben auf Anfrage.)

Neugier gehört zum Beruf. Heute hat Kommunikation längst ein Backend.
Während vorne das Katzenvideo läuft, wird hinten gezählt: Wer schaut? Wer klickt? Wer bleibt? Daten helfen zu verstehen, wo Aufmerksamkeit entsteht – und Kommunikation tatsächlich ankommt. Mein Zertifikatsstudium Online-Marketing an der FernUniversität in Hagen hat den Blick dafür geschärft.

Den Blick aufs größere Ganze brachte der MBA an der Quadriga Hochschule Berlin mit dem Schwerpunkt Digital Transformation: digitale Strategien, Daten, Prozesse – und die Frage, was neue Technologien in Unternehmen tatsächlich verändern. Heute gehören KI-Agenten und generative KI selbstverständlich dazu.
Je mehr ich damit arbeite, desto interessanter finde ich das, was sich nicht automatisieren lässt. KI kann optimieren und produzieren. Aber wenn immer mehr Content immer ähnlicher aussieht, machen der eigene Blick, eine gute Idee und echte Menschen den Unterschied.

Sichtbar zu sein, ist heute nicht besonders schwer. Die Frage ist, womit Sie in Erinnerung bleiben.